Eingewöhnung und Übergänge

Von der Familie in die Kindertageseinrichtung

Bei dem Übergang eines Kindes von der Familie in unsere Kindertageseinrichtung ist uns von Anfang an ein partnerschaftlicher und offener Umgang wichtig. Orientierung für die Eingewöhnung bietet uns das Berliner Eingewöhnungsmodell.

Phasen der Eingewöhnung

Gelbe Fläche mit schwarzer Zahl eins in der Mitte.

Informationsphase

Ziele sind:

  • beidseitiges Kennenlernen sowie der Austausch wichtiger Daten:
    • Aufnahmegespräch und Hausführung mit der Leitung
    • Eingewöhnungsgespräch, ca. 14 Tage vor der Eingewöhnung, mit einer pädagogischen Fachkraft
Gelbe quadratische Fläche mit schwarzer Ziffer 2 in der Mitte.

Dreitägige Grundphase

Ziele sind:

  • erste Kontaktaufnahme durch die pädagogische Fachkraft zum Kind
  • Gewöhnung an die neue Umgebung für das Kind:
    • ein Elternteil (Bezugsperson) kommt mit dem Kind ca. 1 Stunde zum Spielen in die Einrichtung
    • Bezugsperson bleibt immer in der Nähe und stellt einen sicheren Hafen für das Kind da
    • es findet kein Trennungsversuch statt
Gelbe Fläche mit einer großen schwarzen Ziffer 3 in der Mitte.

Erster Trennungsversuch am 4. Tag

Wichtig ist, dass der Trennungsversuch so stattfindet, dass die Bezugsperson in unmittelbarer Nähe bleibt, jedoch darf kein Sichtkontakt zum Kind bestehen
Ziele sind:

  • Feststellung des Standes der Eingewöhnung
  • Festlegung der weiteren Gestaltung der Eingewöhnung
    • Kind lässt sich von pädagogischer Fachkraft gut ablenken und/oder beruhigen
      • der nächste Schritt der Eingewöhnung kann stattfinden
    • Kind lässt sich schlecht bis gar nicht beruhigen
      • Trennung wird abgebrochen
      • Grundphase wird verlängert
      • erneuter Trennungsversuch findet i. d. R. am 7. Tag statt
Die Zahl 4 in schwarzer Schrift auf gelbem Hintergrund.

Stabilisierungsphase

Ziele sind:

  • Trennungszeiten ausdehnen
  • Übernahme weiterer Aufgaben durch die pädagogische Fachkraft, u.a.
    • pflegerischer Tätigkeiten
    • erste Schlafversuche
Zahl 5 in schwarzer Schrift auf gelbem Hintergrund.

Schlussphase

Ziel ist:

  • komplette Integration des Kindes in den Kitaalltag
    • Bezugsperson ist nicht mehr in der Einrichtung (dennoch immer erreichbar)
    • Eingewöhnung ist nach ca. 4 Wochen beendet

Der besondere Stellenwert der Eingewöhnungsphase ist uns bewusst. Deshalb reagieren wir in der Eingewöhnung immer flexibel und passen die Eingewöhnung an den Bedürfnissen und dem Tempo der Mädchen und Jungen an. Wir führen täglich Gespräche mit den Eltern, um den Verlauf und das weitere Vorgehen zu besprechen. Unter einer erfolgreich abgeschlossenen Eingewöhnung verstehen wir, wenn das Kind die pädagogischen Fachkräfte als „sichere Basis“ akzeptiert und sich von ihnen trösten lässt, das Kind den Raum/Etage annimmt, es explorieren kann, sich sicher bewegt und ausprobiert sowie sich sichtbar in der Einrichtung wohlfühlt.

Raum mit mehreren Matratzen und Kinderbettzeug, an der Wand eine Wanddekoration, Fenster mit roten Vorhängen.
Die Eingewöhnung gestalten wir flexibel
Foto: Gritt Jacob
Hand stapelt bunte Holzklötze auf einem Turm in einem Raum mit grüner Wand.
Hand stapelt bunte Holzklötze auf einem Turm in einem Raum mit grüner Wand.
Foto: Unsplash

Von der Krippe in den Kindergarten

Krippenkinder, die in unserer Einrichtung das dritte Lebensjahr beendet haben, wechseln in den Kindergartenbereich.

Phasen des Überganges

Gelbe Fläche mit schwarzer Zahl eins in der Mitte.

Entwicklungsgespräch mit den Eltern

Ziele sind:

  • Austausch über den Entwicklungsstand des Kindes sowie Besprechung des Überganges
    • Übergang in den Kindergartenbereich wird erläutert, besprochen und festgelegt
Gelbe quadratische Fläche mit schwarzer Ziffer 2 in der Mitte.

Schnuppertage im Kindergartenbereich

Ziele sind:

  • Kennenlernen der Räume, der Kinder und der pädagogischen Fachkräfte
    • eine pädagogische Fachkraft aus der Krippe besucht regelmäßig, i.d.R. mit 1-3 Krippenkindern, einen Monat vor dem Übergang, den
    • Kindergartenbereich
    • Krippen- und Kindergartenkinder können sich z.B. im Spiel kennenlernen
    • zeitlicher Aufenthalt wird regelmäßig ausgedehnt
Gelbe Fläche mit einer großen schwarzen Ziffer 3 in der Mitte.

Umzug in den Kindergartenbereich

Ziel ist:

  • Umzug mit allen Utensilien des Kindes in den Kindergartenbereich
    • Kind akzeptiert pädagogische Fachkraft als „sichere Basis“
    • Kind lässt sich trösten
    • Kind nimmt die Räume und Etagen an
    • Kind kann in den Räumen und Etagen explorieren und sich ausprobieren
    • Kind bewegt sich sicher und fühlt sich sichtbar wohl
Holzspielplatz mit Rutsche im Vordergrund, modernes Gebäudedesign im Hintergrund, Kinder spielen im Sand.
Holzspielplatz mit Rutsche im Vordergrund, modernes Gebäudedesign im Hintergrund, Kinder spielen im Sand.
Foto: EB Kita
Bunte Bleistifte und gespitzte Holzspäne auf Papier.
Bunte Bleistifte und gespitzte Holzspäne auf Papier.
Foto: Unsplash

Vom Kindergarten in Schule und Hort

Schulvorbereitung findet im Alltag ganzheitlich mit allen Kindern statt. Zusätzlich gestalten wir einmal wöchentlich für ca. 1 Stunde mit den Vorschulkindern ein gesondertes Angebot. Die Neugier und Freude hat Vorrang. Im Speziellen findet unsere Schulvorbereitung in 5 Phasen statt.

5 Phasen

  1. „Das bin ich!“
  2. „Das sind wir!“
  3. Verkehrserziehung
  4. Unsere Umwelt mit Besuch der Kooperationsschule/Hort (75. GS)
  5. Abschlussfest

Ziel ist, die Mädchen und Jungen auf den neuen Lernort Schule/Hort vorzubereiten, damit sie sich selbstbewusst in der neuen Umgebung zurechtfinden.